Ich wähle Vertrauen!

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Im Laufe des Sommers war ich mit meiner Tochter beim Kinderpsychologen. Ich wollte eine Einschätzung ihrer Ängste; von jemanden, der es gewohnt ist mit Ängsten und weiteren Störungen umzugehen. Von einem Profi.

Meine Tochter zeigt bzw. zeigte in der Vergangenheit in verschiedenen Bereichen ein ziemlich großes Angstverhalten: vor Wasser, vor Tieren, vor Vulkanausbrüchen, davor, dass wir plötzlich Pleite sind, vor Veränderungen…

Einmal, beim alljährlichen Sommerfest im Kindergarten, bin ich kurzerhand mit ihr zuhause geblieben: bei 30 Grad im Schatten wollte sie im Schneeanzug los – aus Angst etwas könnte sie stechen. Drinnen essen, anstatt draußen. Überredungskünste noch und nöcher des Schwimmlehrers. Allabendliche Gebete an der Bettkante. Tränenreiche Krisengespräche auf der Treppe.

Bei all diesen und noch mehr Reaktionen war ich als Mutter irgendwann überfordert: kriegen wir das in Griff? Wird es besser? Brauchen wir doch Hilfe? Was habe ich falsch gemacht?

Nachdem ich erfolglos einige Praxen in der näheren Umgebung abtelefoniert habe, bekamen wir in Hamburg einen Termin zum kennenlernen und weitere zur Gesprächsdiagnostik. Auch wir Eltern hatten einen Interview-Termin.

Das Ergebnis lautete (nur): wir denken, Miss H könnte davon profitieren, regelmäßig zum Gespräch zu kommen.

Ganz ehrlich: ich hatte eine umfangreichere Aussage erwartet.

So fuhren wir also zurück in unser schönes Dorf und waren nicht wirklich schlauer als vorher.

Nach einer Zeit des abwägen habe ich mich entschieden: ich wähle Vertrauen!

Vertrauen, in unsere Erziehung. In das, was wir in sie hinein gesät haben. Vertrauen, dass Gott mit ihr ist. Vertrauen, dass die Liebe jede Angst besiegt. Vertrauen, dass sie ihre Riesen besiegen kann.

Ich wünsche dir und mir, dass wir mehr vertrauen und uns an den Satz erinnern:

BE STILL MY SOUL AND KNOW THAT I AM GOD

Herzlichst,

Deine Sally

P.s. Ich bin nicht grundsätzlich gegen Psychologische Hilfe. Manchmal ist es dran, dass wir uns Hilfe von außen holen. Ich selber war auch schon in Seelsorge. Ich bin dankbar für meine Kinder, für Ihre Persönlichkeiten & habe vollstes Verständnis für Situationen wo du entscheidest: ich schaffe es nicht alleine! Hey, gemeinsam sind wir besser & ich glaube, wenn wir Gott bitten, will er uns helfen 🙏

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